Der Jilbab ist ein bescheidenes Kleidungsstück für die muslimische Frau und entspricht damit perfekt den Grundsätzen des Islams. Er ermöglicht es, die ‘Awrah optimal zu bedecken, und ist von schlichter und bescheidener Erscheinung. Dieses weite Gewänd, das über den anderen Kleidungsstücken getragen wird, wird im Koran sogar im Plural erwähnt. Dieses Kleidungsstück ist ein Zeichen von Würde und Bewahrung und eines der Synonyme für islamische religiöse Werte. Es bezeugt den Wunsch, die Privatsphäre zu schützen, und ist ein Stolz für die muslimische Frau.

Sprachliche Definitionen rund um das Wort Jilbab

Das Online-Wörterbuch Al Maani gibt folgende Definition des Wortes Jilbab:

« Es ist ein weites Kleidungsstück, das über den anderen Kleidern getragen wird und den Körper vollständig bedeckt. Es kann den Khimar (ein Tuch zum Bedecken) und das Milhafa (ein großer Schleier oder ein Tuch) einschließen. Und was im sprachlichen Gebrauch gemeint ist, ist, dass es einen Übermantel oder einen großen Mantel bezeichnet, der die Frau über ihren Kleidern bedeckt. »

Was das berühmte Wörterbuch Lisân Al ‘Arab von Ibn Manzur betrifft, so sagt es seinerseits:

« Es ist wie das Muqanna'h, mit dem die Frau ihren Kopf, ihren Rücken und ihre Brust bedeckt. Und der Plural ist Jalâbîb, wie in der Offenbarung des Allmächtigen (…). Und man sagt: Sie hat sich tajallabat (das heißt: Sie hat sich in ihren Jilbab eingewickelt). »

Der Jilbab im edlen Koran erwähnt

In der Offenbarung Allahs wurde der Jilbab in Sure Al Ahzab, Vers 59, erwähnt. Man kann dort lesen:

{ O Prophet! Sage deinen Gattinnen, deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, dass sie ihre Jilbabs über sich herabziehen. So werden sie eher erkannt und vor Belästigungen geschützt. }

Ibn Kathîr kommentiert diesen Vers mit den Worten, dass Allah Seinem Gesandten ﷺ befiehlt, den gläubigen Frauen zu befehlen, ihre Jilbabs über sich herabzuziehen. Dies, damit sie sich von den Frauen der vorislamischen Zeit und den Sklavinnen unterscheiden. Und der Befehl wurde insbesondere an seine Gattinnen und seine Töchter gerichtet, wegen ihrer Vornehmheit. Der Jilbab ist das Kleidungsstück, das über dem Khimâr getragen wird, und unter denen, die diese Ansicht vertreten, findet man:

  • Ibn Mas’ud
  • ‘Ubayda
  • Qatâda
  • Al Hasan Al Basrî
  • Sa’îd ibn Jubayr
  • Ibrâhîm An-Nakha’î
  • ‘Atâ’ Al Khurâsânî

Die Kleidung des Jilbab: ein großer Segen für die Frauen

As-Suddi berichtete von Ereignissen, die zeigen, wie sehr der Jilbab ein Schutz für die muslimische Frau ist. Er berichtet, dass verdorbene Männer unter den Bewohnern von Medina nachts ausgingen, die Dunkelheit ausnutzten und die Frauen belästigten. Da die Wohnungen in Medina eng waren, gingen die Frauen nachts für ihre Bedürfnisse hinaus. Diese verdorbenen Männer versuchten dann, sie anzusprechen. Wenn sie eine Frau mit einem Jilbab sahen, sagten sie: “Das ist eine freie Frau”, und ließen sie in Ruhe. Und wenn sie eine Frau ohne Jilbab sahen, sagten sie: “Das ist eine Sklavin”, und stürzten sich auf sie.

Wie soll die Frau ihren Jilbab tragen?

Wir finden tugendhafte Worte, die über die Frauen und ihre Jilbab-Kleidung sprechen. So berichtet beispielsweise Alî ibn Abî Talha von Ibn ‘Abbâs, möge Allah mit beiden zufrieden sein:

« Allah hat den Frauen der Gläubigen befohlen, wenn sie ihre Häuser für einen Bedarf verlassen, ihre Gesichter vom oberen Teil ihres Kopfes mit ihren Jilbabs zu bedecken. Und dass sie nur ein einziges Auge sichtbar lassen. »

Was Muhammad ibn Sîrîn betrifft, möge Allah ihm Barmherzigkeit erweisen, so sagte er:

« Ich befragte ‘Ubayda As-Salmânî über das Wort Allahs: “dass sie ihre Jilbabs über sich herabziehen”. Er bedeckte daraufhin sein Gesicht und seinen Kopf und ließ nur sein linkes Auge sichtbar. »

Und ‘Ikrima, möge Allah ihm Barmherzigkeit erweisen, sagte:

« Sie bedeckt die Öffnung ihres Halses mit ihrem Jilbab, den sie über sich herabzieht. »

Der Gehorsam gegenüber Allahs Befehl der Frauen der Gefährten beim Tragen des Jilbab

Umm Salama, möge Allah mit ihr zufrieden sein, berichtete, dass als der Vers über den Jilbab offenbart wurde:

« Die Frauen der Ansâr kamen heraus, als ob Krähen auf ihren Köpfen säßen, so ruhig waren sie. Sie trugen schwarze Mäntel. »
[Berichtet von Abu Dawud]

Der Khimar als Schleier im edlen Koran erwähnt

Allah hat den gläubigen Frauen befohlen, sich auf gesetzeskonforme Weise zu kleiden, als Er sagte:

{ Und sage den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Keuschheit bewahren, und von ihrem Schmuck nur das zeigen, was äußerlich sichtbar ist, und sie sollen ihren Schleier (Khumur) über ihre Brustausschnitte legen… }
[Sure An-Nour, Vers 31]

Dieser Vers erwähnt den Khimar, den Schleier, der den Kopf bedeckt. As-Sa’di sagte zu diesem Vers, dass dies betrifft:

  • Schöne Kleidung
  • Schmuck
  • Den gesamten Körper

Dies, weil der gesamte Körper als Schmuck gilt. Es dürfen nur Kleidungsstücke getragen werden, die üblicherweise getragen werden, solange nichts vorhanden ist, das Versuchung hervorrufen könnte.